GERMED
Das Pharmazeutische Kombinat Germed war eine 1979 gegründete Gruppe Volkseigener Betriebe der DDR. Zu dem Kombinat gehörten fast alle Arzneimittelhersteller.
1979 wurde das Arzneimittelwerk Dresden zum Stammbetrieb des neu gegründeten „VEB Pharmazeutisches Kombinat GERMED, Dresden“, zu dem fast alle Arzneimittelhersteller der DDR gehörten. Als Betriebsteile eingegliedert wurden: das Aropharmwerk Riesa, Philopharm Quedlinburg, ISIS-Chemie Zwickau, Arzneimittelwerk Leipzig und weitere zehn Werke gehörten zum Kombinat selbst. Es war direkt dem Ministerium für Chemische Industrie unterstellt. Weitere zentralgeleitete Kombinate der chemischen Industrie können in der Liste von Kombinaten der DDR eingesehen werden.
Das Arzneimittelwerk Dresden war innerhalb des Kombinats das Zentrum der Arzneimittelforschung der DDR. Es besaß eine herausragende Stellung für den gesamten osteuropäischen Wirtschaftsraum. Die verfahrenstechnischen Entwicklungsaufgaben lagen beim Kombinat GERMED und bei dessen spezialisierten Pharmabetrieben. Ende der 1980er Jahre gehörten 13 Betriebsteile mit etwa 3.600 Beschäftigten dazu. Bis zur Auflösung des Kombinats 1990 wurden 27 Originalentwicklungen auf den Markt gebracht. Schwerpunkte waren die Synthese von Psychopharmaka, Biochemika sowie herz- und kreislaufwirksamer Medikamente.
Die seit 1964 registrierte Marke GERMED war gleichzeitig das Warenzeichen für pharmazeutische Erzeugnisse des Kombinats. Im Export stand GERMED für „GERman MEDicaments“.


