Weinkeller Moritzburg
Der „Weinkeller Moritzburg“ war zu DDR-Zeiten eine gastronomische Einrichtung in der Gemeinde Moritzburg bei Dresden. Dabei handelte es sich nicht um den historischen Weinkeller des Schlosses, sondern um eine Gaststätte, die – dem Namen entsprechend – in Keller- oder gewölbeartigen Räumen eingerichtet war oder zumindest ein entsprechendes Ambiente bot. Solche Weinkeller waren in der DDR keine Seltenheit und galten als gemütliche Lokale mit rustikalem Charakter.
Moritzburg war bereits in der DDR ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem wegen des barocken Schlosses und der umliegenden Teich- und Waldlandschaft. Entsprechend bestand Bedarf an gastronomischen Angeboten für Touristen, Reisegruppen und Einheimische. Der Weinkeller fügte sich in diese Struktur ein und dürfte – wie viele Gaststätten jener Zeit – in das staatliche Handels- und Gaststättensystem (HO oder Konsum) eingebunden gewesen sein.
Im Angebot standen neben regionaltypischen Speisen verschiedene Weine, darunter sächsische Weine aus dem Elbtal sowie Importweine aus sozialistischen Ländern wie Ungarn, Bulgarien oder Rumänien. Der Weinkeller diente nicht nur dem regulären Gaststättenbetrieb, sondern auch als Ort für Familienfeiern, Betriebsveranstaltungen oder gesellige Zusammenkünfte.